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Dienstag, 7. August 2012

Bye bye Darwin

Nun war es also an der Zeit Darwin zu verlassen. Die letzte Woche in Darwin habe ich nochmal sehr genossen, habe Freunde wiedergetroffen und habe mich ein wenig von der Stadt verabschiedet, die ich doch am Anfang so ganricht mochte, die mir jetzt aber doch sehr ans Herz gewachsen ist.

Ich habe mich sehr an das Wetter (fast immer 30 Grad un Sonnenschein), die Menschen, die Clubs und an die herrlichen Sonnenuntergänge gewöht. Auch wenn Darwin ausser der Mitchell Street nicht allzu viel zu bieten hat, schleicht es sich doch in das Herz und will nicht mehr raus.

Mit ein paar typisch verrückten Menschen aus Darwin habe ich Donnerstags und Sonntags nochmal den Mindil Beach sunset Market besucht und im Anschluss haben wir die Clubs und Pubs noch ein leztes mal unsicher gemacht.

Darwin ich werde dich vermissen und garantiert nochmal wiederkommen!



Territory Day

Etwas spät aber besser als nie ...

Am 1. Juli ist der Territory Day gewesen, es handelt sich hierbei um eine Art Nationalfeiertag fürs Northern Territorty was natürlich ausgiebig gefeiert werden musste. Dies ist der einzigste Tag in dem man ohne spezielle Erlaubnis Feuer anzünden darf (Feuerwerk). 
Jasons bester Freund hat dann erst mal bei sich im Vorgarten mit den Feuerwerkskörpern rumspielen müssen und hat dabei gleich mal seinen halben Vorgarten in Brand gesteckt ...
An diesem Tag haben wir auch Marcel, Slades kleinen Bruder vom Flughafen abgeholt, der für die Ferien zu uns kam. Auf dem Rückweg vom Flughafen zur Farm hat man überall Feuer brennen sehen und teilweise waren es schon richtig große schwarze Rauchsäulen, alles verursacht durch Feuerwerkskörper.

Auf der Farm haben wir das Boot hergerichtet und auf einmal meinte Jason (1 1/2 h vor Abfahrt) ob ich nicht noch irgendwie irgendwelches Fingerfood herrichten könne. Ja mit was denn bitte? Ist doch fast nix im Haus. Wir haben uns dann auf nen Salat geeinigt, den ich aus ein paar Konservendosen zusammengewürfelt habe.
Viel zu spät sind wir dann endlich losgekommen. Tascha (Jasons Schwester) und ihre Kinder sollten auch mitkommen.Nachdem alle Kinder und das Essen auf dem Boot verstaut waren wurde das Boot zu Wasser gelassen und dann konnte auch Jason dazukommen und los gings Richtung Hafen / Mindil Beach.

Die Sonne ging bereits ganz langsam unter und es war einfach nur ein tolle Gefühl dem Sonnenuntergang entgegenzufahren und die Stadtsiluette davor zu haben. Da wir ziemlich schnell gefahren sind, sind die Bilder leider nicht immer so gerade geworden wie ich mir das gewünscht hätte.

Am Mindil Beach angekommen, lagen dort schon hunderte andere Boote vor Anker und haben auf das Feuerwerk gewartet. Während wir gewartet haben kamen immer mehr Boote, manche haben sich sozusagen zusammengekettet und haben zusammen gefeiert, andere sind mit Lichterketten behangen gekommen aber auch ohne das man mit den "Nachbarn" reden konnte, konnte man sehen, dass jeder in bester Feierlaune war.
Das Fingerfood von Tascha wurde angebrochen und dann fiel uns auf, dass wir für den Salat ja Gabeln und Teller oder sowas bräuchten, naja auch egal. Jason hat dann eine der Matratzen aus dem Innenraum hoch aufs Dach gelegt und er und die Kinder sind hochgeklettert um das Feuerwerk von dort aus zu sehen. Die Sonne war noch nicht ganz untergegangen, als die ersten Leute anfingen ihre privaten Feuerwerkssachen abzufeuern. Dann ging es mit dem Casinofeuerwerk weiter (liegt direkt am Strand) und als dieses auch vorbei war stieg die Spannung.

Am Strand war ein Radio aufgebaut, welches so laut war, dass wir es auf dem Wasser auch noch hören konnten. Als die Kinder es schon fast nicht mehr aushalten konnten ging es endlich los.Vom Dach hörte man nur noch "WOA", "COOL", "AMAZING" und das war es auch. Ein sehr farbenprächtiges, gewaltiges und einfach nur beeindruckendes Feuerwerk wurde dort abgefeuert und dadurch, dass wir es vom Wasser aus angesehen haben fand ich es nochmal um einige schöner. Teilweise haben sich die Farben im Wasser gespiegelt, es war einfach traumhaft.
Nach 20 Minuten war es leider schon wieder vorbei. Manche Boote sind direkt zurückgefahren aber wir haben noch etwas die Aussicht auf die Stadt genossen und die "wilden" danach abgefeuerten Raketen. Von dem was man hören konnte, muss es in der Innenstadt ziemlich abgegangen sein.
Als wir zurückfahren wollten haben wir erst noch jemandem rausgeholfen, der im flachen Wasser stecken geblieben ist und uns wäre dabei fast das selbe passiert.

Kinder & Jason auf dem Dach
Auf dem Rückweg war dann auf einmal der Motor total überhitzt und hat sich selber abgestellt. In dem Kühlkanal des Motors hatte sich Sand verkeilt der raus musste. Während der Aktion wäre Jason fast an eine ca. 30cm große Würfelqualle geraten (sehr gefährlich) die um den Motor Rumschwamm. Aber zum Glück ist nix passiert und wir sind alle heil und erschöpft auf der Farm angekommen.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Es geht weiter …


Mädelszimmer :D
Nachdem ich in den letzten Wochen hoffnungslos nach einem Job gesucht habe, habe ich nun ein Angebot bekommen für Unterkunft und Verpflegung auf einer Mangofarm 4h täglich auf einen 8-jährigen Jungen aufzupassen. Eigentlich wollte ich ja eher einen Job, bei dem ich auch etwas (oder auch etwas mehr) Geld verdienen kann aber es ist auf jeden Fall besser als nur in Darwin zu sitzen, auszugehen und nur Geld auszugeben. So gebe ich wenigstens kein Geld aus und bekomme noch ein paar Tage fürs zweite Visa zusammen.

In den letzten Wochen habe ich Darwin schon irgendwie lieb gewonnen. Nach dem zweiten Besuch im Museum ist das zwar auch nicht mehr interessant und nach dem 4ten Besuch der Sunset Markets sind die auch nicht mehr so interessant aber die Stadt hat irgendwas an sich, was einen trotzdem bleiben lässt. Seit ich im YHA bin habe ich ein paar Mädels kennengelernt mit denen ich fast jeden Abend feiern war (in Darwin haben die Handvoll Clubs die sie haben jeden Tag offen), was glaube ich einiges zum guten Bild von Darwin beigetragen hat. Zudem ist es immer um die 30 grad warm und die Sonne scheint jeden Tag :D (und laut Wetterbericht ist Darwin im Moment die wärmste Stadt in Australien).

Allerdings muss ich auch sagen, dass seit ich in Darwin bin, sich mein Lebensstil ziemlich zum negativen geändert hat. Wenig Schlaf und sehr wenig essen, manchmal habe ich pro Tag nur drei Kekse gegessen, weil ich keine Lust hatte mehr für Essen auszugeben. Z.B. kostet eine stinknormale eingeschweißte Gurke ca. 4$ und für einen normalen (noch nicht mal schönen Salatkopf) zahlt man das gleiche.
Jetzt muss ich nur noch schauen, dass ich nicht einschlafe bis ich abgeholt werde (2h Schlaf heute) und dann werde ich sehen wo es mich genau hinverschlagen hat.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Krank, kranker am krankesten?

Ich habs mal wieder geschafft, ich trage jetzt seit ca. 2 Wochen eine Mandelentzündung mit mir rum. Ich bin dann gleich in die Apotheke gegangen um das Jodgurgelzeugs vom ersten mal wieder zu besorgen, hab auch schön viel geschlafen (fast zwei ganze Tage komplett durchgeschlafen) und dachte dann eigentlich es wäre nach einer Woche rum (ich fand die Mandeln sahen wieder klein aus)... nur der blöde Husten war noch da ...

Der wurde dann irgendwann so schlimm, dass ich teilweise das Gefühl hatte ich müsste mich übergeben und in manchen Gebäuden (z.B. Libary) war es so schlimm, dass ich unter Tränen den Raum verlassen habe und alle anderen um mich herum mich angeschaut hätten, als ob ich kurz vor dem Ersticken wäre.

Nach gefühlten Literweise verschiedenen Hustensäften und immer noch keiner nennenswerten Besserung zu sehen war dachte ich mir, ich sollte villeicht doch mal in die Höhle des Löwen (äh Doktors) gehen und ihn mal um Rat fragen. Der hat vielleicht 2 Sekunden in meinen Mund geschaut und meinte, die wären immer noch entzündet. Jetzt darf ich Antibiotika nehmen (mir wird zwar jedes mal Sterbendschlecht nachdem ich es genommen habe, ich hoffe es hilft trotzdem), viel Joghurt essen (der hier auch übelst teuer ist) und dann soll es (hoffentlich) am Sonntag verschwunden sein ... hoffen wir mal ...

Der Spaß hat mich übrigends 80$ für maximal 5 Minuten Arztaudienz gekostet ... schöner Stundenlohn ...

Aufgrund des dauerkrankseins ist meine Jobsuche auch etwas ins Stocken geraten (mein Internetstick hat im Moment kein Guthaben und ich bin im Moment zu geizig um Geld dafür auszugeben), ich hoffe das wird so langsam auch wieder etwas besser.

Ich geh dann mal wieder ins Bett ... vielleicht bekomme ich meinen nächsten Post über Darwin ja auch mal fertig ...

Donnerstag, 17. Mai 2012

Darwin


Als ich in Darwin angekommen bin hat mir die Stadt überhaupt nicht gefallen, es sah alles mehr nach heruntergekommener Provinzstadt aus. Zudem sind die Hostelpreise teurer als ich gedacht hatte. Nach meinem ersten Tag hier (an dem ich nicht wirklich viel gemacht habe) war für mich eigentlich schon klar „Hier will ich nicht lange bleiben“.

Am nächsten Tag sind wir abends zum Mindil Sunset Market gegangen, leider waren wir zu spät für den Sonnenuntergang aber der Markt selber war trotzdem sehr schön. Man konnte Krokodil in der Frühlingsrolle oder als Burger kaufen, alle möglichen anderen Sachen die es so auf Märkten gibt aber erstaunlicherweise sehr wenig Chinaschrott. Als eine „Band“ anfing Musik mit Digeridoos zu machen habe ich das erste mal Aborigines und nicht Aborigines zusammen feiern sehen, ohne das es zu größeren Problemen kam, was mich ziemlich erstaunt hat.

Am Freitag gings dann auf zum Botanischen Garten, welcher an sich ganz nett ist aber viel mehr halt auch nicht … Im Nationalmuseum konnte man ziemliche viele (tote) Tiere des Northern Territory bestaunen, unter anderem auch eine Sammlung von Spinnen und Schlangen.
In den ca. 1970ern machte „Sweetheart“  (riesiges Salzwasserkrokodil) die Gewässer um Darwin unsicher, was bedeutete, dass er (ja, Sweetheart ist männlich) umziehen musste. Beim Versuch ihn einzufangen haben sie ihn leider ertrinken lassen, so dass er jetzt ausgestopft im Museum steht. Ich weiß nicht mehr wie groß er war aber allein der Schwanz war so lang wie ich groß bin. Alles in allem ist das Museum sehr interessant und man könnte sicherlich einen gesamten Tag darin verbringen, da zusätzlich noch die Evolutionsgeschichte, Aborigine Kunst drin ausgestellt ist. Sehr Interessant war noch der Zyclone Tracy Teil. Tracy hat Darwin 1974 an Weihnachten fast vollständig zerstört und man konnte dort Vorher-nachher Bilder anschauen, in einem speziellen Raum hören wie sich der Zyklon anhört (verdammt laut und beängstigend).
Dann hieß es schon wieder packen und auschecken …